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Symposion 2011

evta - austria
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Symposion - Dozenten

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Prof. Samy Molcho

Vortrag unter Einbeziehung der Zuhörer:
Die Zunge kann lügen – der Körper nie
Körpersprache im Unterricht

Informiert zu sein, ist eines der wichtigsten Anliegen. Durch die Kenntnis der Körpersprache gewinnen wir unschätzbare Informationen, die unsere Gesprächspartner nicht hinter Worten verbergen können.
Die Wichtigkeit der nonverbalen Kommunikation wird in Ihrer Wirkung und Rolle, die sie bei Gesprächen, Entscheidungen, und ihren Nachwirkungen spielt, mit 80 % gegenüber der verbalen, mit nur 20 % bewertet.
Durch das bewusste Einsetzen der Körpersprache erzielen wir eine höhere Wirkung und erwecken Vertrauen in unseren Gesprächspartnern.
Jede rhetorische Kenntnis ist zwecklos, wenn sie nicht zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt wird. Den richtigen Zeitpunkt kann man durch die Kenntnis der Körpersprache erkennen.
Verbale Sprache wird umgesetzt in Körpersprache, als wäre diese materiell vorhanden, der Zusammenhang zwischen beiden, vom Achselzucken bis zum Zungenschlag wird deutlich. Es wird klargemacht, dass keine Bewegung zufällig ist, was zufällig erscheint, lässt sich im Zusammenhang mit den Umständen und Zielen des einzelnen erklären.

Die Wichtigkeit von "wie wirke ich" zum Unterschied von "was meine ich" wird erörtert. Signale, deren Wirkung oft anders ist, als das, was gemeint ist.
Schon bei einer ersten Begrüßung, beim Handschlag "legen wir uns" in die Hand des anderen. Wir vermitteln dabei mehr Information über uns, als uns bewusst ist, dasselbe gilt für unsere Begrüßungspartner.
Jeder Mensch wirkt durch sein Verhalten als Reiz und Reaktion auf seine Umgebung. Die Mitmenschen reagieren auf diese Reize. (Rückkoppelung). Zum Beispiel: auf dominante Reize reagiert der Mitmensch mit Unterwerfung oder Widerstand. Was dominante Reize sind, muss uns erst durch Lernen bewusst werden, damit wir sie gesteuert einsetzen oder abbremsen können. Das bewusste Wahrnehmen dieses Zusammenspiels ermöglicht die Änderung unseres eigenen Verhaltens.

Körperausdruck entsteht unbewusst oder wird vom Verstand kontrolliert und gelenkt. Die Angst vor echten Gefühlen, die die Gesellschaft als Schwäche deuten könnte, führt dazu, dass der spontane Ausdruck gebremst wird. Dadurch fehlt bei jeder Kommunikation die Überzeugungskraft menschlichen Ausdrucks, die die subjektive Erlebnisqualität mit sich bringt und das Begreifen erleichtert.
Die Angst vor Gefühlen ist weit verbreitet und verursacht Blockaden, obwohl längst bekannt ist, wie stark der Anteil des Emotionalen an allen unseren Entscheidungen ist. Gefühlsinformation, Gefühlsäußerungen wahrzunehmen und ernst zu nehmen, ist ein Schritt zu ganzheitlicher Kommunikation.
Erfolg besteht aus 10 % Glück und 90 % richtiger Verarbeitung von Informationen.
Viele Menschen haben verlernt, ihren Körper zu erleben und mit ihm zu leben.

Wir verwenden Zeit und Energie, um zu unserer Muttersprache noch weitere Sprachen zu lernen. Es ist mir unerklärlich, warum wir uns nicht die Zeit nehmen, unsere Primärsprache zu verbessern: Die Sprache unseres Körpers.

Zur Person:

Samy Molcho, Portrait

Prof. Samy Molcho, geboren 1936 in Tel Aviv, österreichischer Staatsbürger, ist die internationale Kapazität auf dem Gebiet der Körpersprache. Er hält seit über 30 Jahren Vorträge, Seminare und Coachings in aller Welt und ist Autor zahlreicher Bestseller über Körpersprache wie z.B. "Körpersprache", "Alles über Körpersprache", "Körpersprache im Beruf", "Körpersprache der Kinder", "Körpersprache des Erfolgs", "Umarme mich, aber rühr mich nicht an".
Samy Molcho gilt als einer der bedeutendsten Pantomimen des 20. Jahrhunderts. Er studierte klassischen, modernen und fernöstlichen Tanz sowie die Technik der Pantomime in Israel und absolvierte die Schauspielschule sowie ein Seminar für Regisseure und Dramalehre. Samy Molcho erlangte internationalen Ruhm als Pantomime an berühmten Theatern der ganzen Welt und gastierte in über 50 verschiedenen Ländern auf vier Kontinenten.
1977 wurde Molcho zum ordentlichen Hochschul-Professor und 2001 zum Universitätsprofessor an der Universität für Musik und darstellende Kunst am Max-Reinhardt-Seminar in Wien berufen (emeritiert 2004). Von 1980 bis 1990 hielt Samy Molcho die Internationale Sommerakademie für Pantomime und Körpersprache in Wien ab.
Seit 1978 ist Samy Molcho mit Haya verheiratet und Vater von vier Söhnen.

 

Prof. Elisabeth Bengtson-Opitz

Workshop:
Gemeinsam wissen wir mehr
Gesangsmethodischer Ideenaustausch

Ein guter Gesangslehrer zeichnet sich dadurch aus, dass er/sie besonders gut zuhören und beobachten kann. "Hörend mitfühlen und fühlend mithören" hat Franziska Martienßen-Lohmann gesagt.
Jeder bringt nicht diese Eigenschaft mit. Sie ist aber gewissermaßen lernbar. Beim "Team-Teaching" trainieren wir dieses und tauschen uns aus. Es ist eine gute Mögichkeit der Sensibilisierung, sich mit Kollegen auszutauschen. Wichtig ist dabei die Bemühung korrekt auszudrücken, was man hört und sieht und nicht nur bei "das gefällt mir" oder "das gefällt mir nicht" zu bleiben.
Das objektive Beschreiben von Stimmklängen ist bekanntlich nicht so einfach! Gemeinsam hören wir mehr, gemeinsam können wir lernen, unseren Unterricht zu optimieren.

Zur Person:

Elisabet Bengtson-Opitz, Portrait

Prof. Elisabeth Bengtson-Opitz wurde in Schweden geboren. Sie studierte erst moderne Fremdsprachen in ihrer Heimatstadt Göteborg und danach Gesang bei Prof. Horst Günter an der Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau. Es folgten Engagements in Süddeutschland. Liedgesang wurde ihr Schwerpunkt, und sie erarbeitete sich ein Repertoire von etwa 500 Liedern in zehn verschiedenen Sprachen, die sie in Deutschland, Schweden, Italien und Lateinamerika sang. Von Beginn des Studiums an interessierte sie sich auch für methodisch-didaktische Fragen und schloss sich verschiedenen Stimmforschungsgruppen an. Ihr Interesse galt den neuen Erkenntnissen über die Funktion der Stimme, um sie in die Unterrichtsmethoden zu integrieren.
Durch die Europäische Märchengesellschaft inspiriert, begann sie sich systematisch mit Metaphern und Symbolen in Volks- und Kunstlied zu beschäftigen und hat zu diesem Thema eine Reihe von Vorträgen gehalten, z.B. über Symbolik in den Liedern von Schubert, Brahms, Mahler, im osteuropäischen und im skandinavischem Liedgut usw.
Sie wurde 1988 zur Professorin für Gesang und Gesangsmethodik in Berlin an der Universität der Künste ernannt. 1993 folgte sie dem Ruf an die Hamburger Hochschule für Musik und Theater, ebenfalls für Gesang und Gesangsmethodik.
Mit dem System "Anti-Aging für die Stimme" arbeitet sie seit 1999. Sie hat zu diesem Thema zwei Bücher geschrieben. Dieses gesangspädagogische Konzept hat zum Ziel, die Stimme in jedem Alter geschmeidig und leistungsfähig zu halten.

 

Dr.in Ursula Lengauer

Vortrag mit Fallbeispielen:
Erfolgreiche Kommunikation in der Lehre

Wir sollen andre so behandeln, wie wir selber behandelt werden wollen. Viele von uns versuchen, diese Maxime in der Kommunikation zu beachten. Als Lehrende machen Sie aber oft die Erfahrung, dass an dieser Empfehlung etwas nicht stimmen kann. Sie bemerken, dass Ihr Kommunikationsstil bei den einen SchülerInnen besser ankommt als bei den anderen. Als Studierende merken Sie, dass Sie mit Ihrer Art bei den einen Lehrenden auf mehr Widerhall stoßen als bei den anderen.

Was tun? Damit befassen wir uns im Mini-Workshop beim Symposium am 2.4.

Im Vortrag stelle ich Ihnen meine Erfahrungen als Kommunikationsberaterin im Feld Lehre vor, gehe auf Kommunikationsmodelle ein und bearbeite mit Ihnen Ihre Fragen und Fallberichte. Je konkreter Ihre Anliegen sind, die Sie mitbringen, umso eher können wir praktische Lösungsansätze miteinander entwickeln.

Zur Person:

Ursula Lengauer, Portrait

Dr.in Ursula Lengauer ist Unternehmens- und Organisationsberaterin, Supervisorin (ÖVS), Trainerin und Coach v. a. für NGOs/NPOs. Spezialisierung auf Karriereberatung, bes. in der Wissenschaft. Inhaltliche Schwerpunkte: effiziente Kommunikation und Emotionsmanagement.
Veranstalterin des "Open House für Frauen in der Wissenschaft"

www.besthelp.at/lengauer

 
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